|ANWALTONLINE| >> |NEWSLETTER|
[AnwaltOnline - Betreuungsrecht Oktober 2005]

************************************************************
* AnwaltOnline - Betreuungsrecht              Oktober 2005 *
* von http://www.AnwaltOnline.net                          *
* ISSN: 1511-8967                                          *
************************************************************

Dieses Abonnement ist für Sie völlig  k o s t e n f r e i.
Wie Sie kündigen können, steht am Ende dieser email.

************************************************************

In dieser Ausgabe:

*1* Interessante Urteile & Neues

*2* Das Thema des Monats

*3* Mehr von AnwaltOnline

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

*5* Impressum und Haftungsausschluss

************************************************************

************************************************************

*1* Interessante Urteile & Neues

 >> Verfahrenspfleger sind im Betreuungsverfahren unanfecht-
    bar bestellt

Wurde die Bestellung eines Verfahrenspflegers eines Amts-
gerichts in einem Unterbringungsverfahren vom Landgericht
aufgehoben, so ist dies eine Zwischenentscheidung im
Beschwerdeverfahren. Eine solche ist vom bisherigen
Verfahrenspfleger nicht anfechtbar.

OLG Hamburg – Az: 2 Wx 100/96

 >> Berufserfahrung ist keine Ausbildung

Fortbildung und Berufserfahrung als Quelle für den Erwerb
nutzbarer Fachkenntnisse können einer abgeschlossenen Aus-
bildung nicht gleichgestellt werden.

OLG Schleswig, Beschluss vom 25.9.2000 - 2 W 136/00

 >> Keine Betreuung, soweit der Betroffene selbst handeln
    kann

Die Betreuung darf Aufgabenkreise nicht umfassen, die der
Betreute noch selbst besorgen kann.
Ein Aufgabenkreis kann auch eine einzige oder wenige
einzelne Angelegenheiten umfassen.
Ein Betreuungsbebürfnis besteht nicht, wenn der Betreute
psychisch in der Lage ist, zur Regelung seiner Angelegen-
heiten Hilfe eines anderen, z.B. eines Rechtsanwalts oder
Steuerberaters in Anspruch zu nehmen und ein Gesunder dies
auch tun würde.

BayObLG, Beschluss v. 13.12..2000 - 3Z BR 353/00

 >> Entweder Pauschale oder Nachweis

Ein ehrenamtlich tätiger Betreuer kann Ersatz seiner Aus-
lagen nur in Form einer Pauschale oder gegen Nachweis ver-
langen. Eine Kombination beider Abrechnungsarten ist nicht
möglich.

LG Koblenz, Beschluss v. 8.11.2000 - 2 T 681/00

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:

 >> Voraussetzung für vorläufige Betreuung
 >> Vermögensvormund kann Erbschaft prüfen
 >> Körperliche, geistige oder seelische Behinderung ist
    erforderlich
 >> Verletzung der Aufsichtspflicht bei Sturz?

Das Jahresabo Betreuungsrecht erhalten Sie für EURO 22,99 -
Das sind nicht einmal 2 EURO im Monat!:
AnwaltOnline-Direkt

Im Bereich Betreuungsrecht befinden sich für AnwaltOnline Direkt
Abonnenten zur Zeit insgesamt gut 425 Urteile.

Weitere aktuelle Urteile

************************************************************

************************************************************

*2* Das Thema des Monats

 >> Mündelsperrvermerk

Wenn der Betreuer Geld des Betreuten anlegt, soll dies gem.
§ 1809 BGB mit der Bestimmung geschehen, dass zur Abhebung
des Geldes die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts
erforderlich ist (Mündelsperrvermerk). Die Soll-Vorschrift
des Gesetzes ist dabei so auszulegen, dass tatsächlich eine
entsprechende Verpflichtung des Betreuers besteht. Zu ihrer
Einhaltung kann er vom Vormundschaftsgericht notfalls mit
Hilfe von Zwangsgeld angehalten werden. In einem
AnwaltOnline bekannten Falle hat die Verletzung der
Verpflichtung dazu geführt, dass dem Betreuer vom Vormund-
schaftsgericht der Aufgabenbereich Vermögensangelegenheiten
entzogen worden ist.
Der Sperrvermerk soll verhindern, dass der Betreuer von
einem unter § 1807 Abs. 1 Nr. 5 BGB fallenden Konto des
Betreuten ohne Zustimmung des Vormundschaftsgerichtes Geld
abheben kann. Deshalb muss der Sperrvermerk schon bei der
Kontoeröffnung aber auch dann angebracht werden, wenn bei
Anordnung der Betreuung das Konto bereits besteht. Weigert
sich das Geldinstitut, den Sperrvermerk anzubringen, darf
der Betreuer das Geld dort nicht anlegen. Die Vorschrift
gilt auch für Postsparbücher. Sie gilt nicht für Geld, das
der Betreuer zur Bestreitung von Ausgaben nur vorübergehend
angelegt hat. Das Vormundschaftsgericht kann den Betreuer
von der Erforderlichkeit des Sperrvermerks gem. § 1817 BGB
befreien.
Verletzte der Betreuer seine Verpflichtung aus § 1809 BGB
schuldhaft und entsteht daraus dem Betreuten ein Schaden,
so haftet der Betreuer auf Schadensersatz. Auch eine
strafrechtliche Verfolgung wegen Untreue gem. § 266 StGB
kann in Betracht kommen.

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:

 >> Mündelsichere Geldanlage

Das Jahresabo Betreuungsrecht erhalten Sie für EURO 22,99 -
Das sind nicht einmal 2 EURO im Monat!:
AnwaltOnline-Direkt

************************************************************

************************************************************

*3* Mehr von AnwaltOnline

Rechtsberatung

 Bei AnwaltOnline können Sie sich direkt von unseren
 Autoren (zugel. Rechtsanwälte) beraten zu lassen:
 Rechtsberatung

Kostenlose Newsletter von AnwaltOnline

 Abonnieren Sie doch einfach einen unserer kostenlosen
 Newsletter zum Thema Ihres Interesses:
 Wir bieten monatliche Newsletter zu den Bereichen
 Arbeitsrecht - Mietrecht - Familienrecht -  Reiserecht
 Betreuungsrecht - Verkehrsrecht

 http://www.anwon.net/newsletter.asp

************************************************************

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

Kontakt

 mailto:kontakt@anwaltonline.com

Kündigen / Abonnieren / Emailänderung

 Um das Abonnement zu kündigen, zu abonnieren oder Ihre
 Email-Adresse zu ändern, besuchen Sie
 http://www.anwon.net/newsletter.asp

Werbung auf AnwaltOnline

 Erreichen Sie über 18.000 Abonnenten und über 200.000
 Besucher im Monat!
 mailto:sales@anwaltonline.com

Inhalte von AnwaltOnline auch auf Ihrer Webseite?

 mailto:winter@anwaltonline.com?subject=Content-Anfrage

************************************************************

*5* (P) (C) 2005 AnwaltOnline GbR
                 Inh. A. Theurer & M. Winter
                 Immanuelkirchstraße 5
                 10405 Berlin
                 Fax: 01805 402525 3382

Dieser Newsletter darf nur vollständig und mit vorheriger
Genehmigung von AnwaltOnline veröffentlicht werden. Die
private, nicht-kommerzielle Weiterleitung ist ausdrücklich
gestattet. Verwendete Markennamen sind Eigentum des jeweiligen
Markeninhabers. Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität wird nicht übernommen. Urteile gelten nur für den
vorliegenden Einzelfall. Sie sollten nicht ohne rechtliche
Beratung auf den eigenen Fall übertragen werden.

************************************************************
Diese Publikation ist ein Service von http://www.AnwaltOnline.com