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Vergütung für geleistete Bereitschaftsdienste eines ArztesDie Parteien streiten über
die Höhe der Vergütung für geleistete Bereitschaftsdienste.
Der Kläger war Assistenzarzt in der Privatklinik der Beklagten. Zusätzlich
zu seiner wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden leistete er regelmäßig
wöchentlich einen Bereitschaftsdienst von 16.30 Uhr oder 17.00 Uhr
bis 8.00 Uhr des Folgetages und zweiwöchentlich einen 24-stündigen
Bereitschaftsdienst. Die Vergütung der Bereitschaftsdienste war im
Arbeitsvertrag mit einem gegenüber der Normalvergütung erhöhten
Stundensatz vereinbart, wobei "als Basis 8,25 Stunden bzw. 13,2 Stunden
zugrunde gelegt" wurden. Die Beklagte zahlte auf Grund dieser Regelung
für die Dauer eines Bereitschaftsdienstes im Ergebnis etwa 68 % der
Vergütung der regulären Arbeitszeit.
Die Klage, mit der der Kläger eine Bezahlung seiner Bereitschaftsdienste in Höhe von 125 % der Vergütung seiner Normalarbeitszeit erstrebt, war in allen drei Instanzen erfolglos. Der Bereitschaftsdienst stellt eine Leistung des Arbeitnehmers dar, die wegen der insgesamt geringeren Inanspruchnahme des Arbeitnehmers niedriger als sog. Vollarbeit vergütet werden darf. Daran ändert die Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften nichts, nach der Bereitschaftsdienst Arbeitszeit ist. Die pauschale Vergütungsvereinbarung der Parteien richtete sich an einer während der Bereitschaftsdienste maximal zu erwartenden Vollarbeit aus. Das ist zulässig. Der Kläger hat nicht Freizeit ohne Vergütung geopfert, sondern für die geleisteten Bereitschaftsdienste insgesamt eine Vergütung erhalten, die nicht als unangemessen bezeichnet werden kann. Auf die Frage, ob die Bereitschaftsdienste nach dem Arbeitszeitgesetz zulässig waren, kommt es nicht an. |