| Annahmeverzug nach Streit über das Zustandekommen eines Aufhebungsvertrags |
| Besteht zwischen Arbeitgeber
und Arbeitnehmer Streit, ob das Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag
beendet wurde und stellt sich im Nachhinein heraus, dass ein Aufhebungsvertrag
nicht zustande gekommen ist, hat der Arbeitgeber nur dann Annahmeverzugsvergütung
zu bezahlen, wenn der Arbeitnehmer zuvor seine Arbeitsleistung angeboten
hat.
In dem vom Bundesarbeitsgericht entschiedenen Fall war zwischen den Parteien umstritten, ob das Arbeitsverhältnis durch einen Aufhebungsvertrag beendet wurde. Der Arbeitgeber überwies nach der vermeintlich vereinbarten Beendigung eine Abfindung auf das Konto der Arbeitnehmerin. Diese erschien in der Folge nicht mehr an ihrem Arbeitsplatz, sandte ihre Dienstschlüssel zurück und nahm die ihr zugesandten persönlichen Gegenstände entgegen. Erst nach sieben Monaten machte sie den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses gerichtlich geltend und nach einem Dreivierteljahr bot sie ihre Arbeitsleistung ausdrücklich an. Die Klage auf Zahlung der Arbeitsvergütung für die Zeit zwischen dem vom Arbeitgeber zu Unrecht angenommenen Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und dem Angebot der Arbeitsleistung war erfolglos. BAG, 7.12.2005 - Az: 5 AZR
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Quelle: PM des BAG |