AnwaltOnline - Ihr Rechtsanwalt im Netz
Folgen Sie uns: AnwaltOnline RSS-Feed Twitter facebook
 © 2000 -  AnwaltOnline

[AnwaltOnline - Arbeitsrecht Dezember 2009]

************************************************************************
* AnwaltOnline - Arbeitsrecht                            Dezember 2009 *
* von http://www.AnwaltOnline.net/arbeitsrecht/                        *
* ISSN: 1619-7135                                                      *
************************************************************************

Dieses Abonnement ist für Sie völlig  k o s t e n f r e i.
Wie Sie kündigen können, steht am Ende dieser email.

************************************************************************

In dieser Ausgabe:

*1* Interessante Urteile & Neues

*2* Das Thema des Monats

*3* Mehr von AnwaltOnline

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

*5* Impressum und Haftungsausschluss

************************************************************************

*1* Interessante Urteile & Neues

  >> Anspruch auf Weihnachtsgeld auf Grund betrieblicher Übung

Im vorliegenden Fall hatte der Arbeitgeber mehr als zehn Jahre ohne
jeden Vorbehalt einen bestimmten Prozentsatz der jeweiligen
Bruttomonatsvergütung als Weihnachtsgeld gezahlt. In diesem Fall wird
der aus betrieblicher Übung entstandene vertragliche Anspruch auf
Weihnachtsgeld nicht für ein Jahr durch eine Betriebsvereinbarung
aufgehoben, nach der für dieses Jahr kein Weihnachtsgeld gezahlt wird.
Vergütungsansprüche aus betrieblicher Übung stehen nicht unter dem
stillschweigenden Vorbehalt einer ablösenden Betriebsvereinbarung. Es
gilt vielmehr das Günstigkeitsprinzip zwischen vertraglichen Regelungen
und einer Betriebsvereinbarung.

BAG, 5.08.2009 - Az: 10 AZR 483/08

  >> Sozialauswahl ohne Punkteschema - trotzdem gültig?

Sofern ein Arbeitgeber bei der Sozialauswahl kein Punkteschema
angewendet hat, kann er noch einwenden, dass es auch bei fehlerfreier
Sozialauswahl zwangsläufig zur Entlassung des betroffenen Arbeitnehmers
gekommen wäre. Kann der Arbeitgeber dies jedoch nicht darlegen, so ist
der Einwand erfolglos.

LAG Hamm, 21.1.2009 - Az: 2 Sa 1351/08

  >> Nichteinladung zum Vorstellungsgespräch muss nicht immer eine
Diskriminierung sein!

Fehlt einem behinderten Bewerber offensichtlich die fachliche Eignung,
so kommt die Vermutung einer Diskriminierung wegen Nichteinladung zum
Vorstellungsgespräch bei der Einstellung im Bereich des öffentlichen
Dienstes nicht in Betracht, wenn das Stellenprofil ansonsten nicht zu
beanstanden ist und die fehlenden beruflichen Erfahrungen unabdingbare
Anforderungsmerkmale darstellen.

LAG Hessen, 11.3.2009 - Az: 2/1 Sa 554/08

  >> Unerfüllter Urlaubsanspruch wird zu Abgeltungsanspruch

Mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses wandelt sich ein bis dahin noch
nicht erfüllter Urlaubsanspruch in einen Abgeltungsanspruch. Hierzu
bedarf es keiner zusätzlichen Handlungen von Arbeitgeber oder
Arbeitnehmer, zumindest für den Fall, dass dem Arbeitnehmer noch kein
Urlaub gewährt worden ist. Während nachgewiesener
Arbeitsunfähigkeitszeiten kann ebenso wenig Urlaub gewährt werden, wie
in den Zeiten des Annahmeverzuges, nachdem der Arbeitnehmer seine
Arbeitskraft ausdrücklich angeboten hat. Darüber hinaus bedarf es einer
ausdrücklichen Urlaubsbewilligung durch den Arbeitgeber.

LAG Rheinland-Pfalz, 8.6.2009 - Az: 5 Sa 123/09

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie
diesen Monat zusätzlich:

  >> Private E-Mail-Nutzung - Drohung mit Kündigung?

  >> Wann ist eine Betriebsratsschulung erforderlich?

  >> Verspätete Arbeitsunfähigkeitsanzeige - Abmahnung?

  >> Kündigung wegen Alkoholismus - Personenbedingte Kündigung ist
maßgeblich

Den Jahreszugang Arbeitsrecht erhalten Sie für EURO 19,99,
einen Monatszugang erhalten Sie bereits für EURO 5,00:
http://www.anwon.net/direkt.asp?x=AN

Im Bereich Arbeitsrecht befinden sich für AnwaltOnline Direkt
Abonnenten zur Zeit mehr als 2.725 Urteile.

Weitere aktuelle Urteile

************************************************************************

*2* Das Thema des Monats

  >> Die Kündigung wegen Krankheit und Trunksucht

Eine Kündigung kann der Arbeitgeber grundsätzlich erst dann aussprechen,
wenn alle dem Arbeitgeber zumutbaren Möglichkeiten zu einer Vermeidung
der Kündigung ausgeschöpft worden sind. Daher sind vom Arbeitgeber auch
alle gleichwertigen, leidensgerechten Arbeitsplätze, auf denen der
Betroffene unter Wahrnehmung des Direktionsrechtes einsetzbar wäre, in
Betracht zu ziehen und diese ggf. sogar freizumachen (LAG Düsseldorf -
Az: 9 Sa 699/08). Eine Entscheidung gegen eine solche Umsetzung muss der
Arbeitgeber begründen können.

Die Voraussetzungen einer Kündigung wegen Krankheit sind:

- Wiederholte Fehlzeiten in der Vergangenheit. Abzustellen ist im
allgemeinen auf 3 Jahre. Eine Fehlzeit von 14% reicht meist aus.
- Zukünftige Fehlzeiten müssen zu erwarten sein. Dies kann meist nur
nach einem ärztlichen Gutachten beurteilt werden. Die Beweislast für
fehlende Wiederholungsgefahr liegt beim Arbeitnehmer.
- Die Interessen des Betriebs müssen erheblich beeinträchtigt sein.
- Fehlen eines gleichwertigen, leidensgerechten Arbeitsplatzes

Erforderlich ist schließlich auch eine Interessenabwägung. Betriebliche
Gründe für eine Kündigung sind z.B.: mangelnde Planungsmöglichkeit,
Auswirkungen auf den Arbeitsablauf, Überlastung anderer Arbeitnehmer,
hohe Nebenkosten. Zugunsten des Arbeitnehmers sind die Dauer der
Betriebszugehörigkeit, vorhandene Umsetzungsmöglichkeit (s.o.),
wirtschaftliche Belastbarkeit des Arbeitgebers und Kenntnis von der
Erkrankung bei Einstellung zu berücksichtigen.

Soll eine Kündigung wegen Trunksucht ausgesprochen werden, so ist eine
verhaltensbedingte Kündigung möglich, wenn das Stadium der
Alkoholabhängigkeit noch nicht erreicht ist. Bei Alkoholgenus außerhalb
der Arbeitszeit ist eine Kündigung nur bei konkreten Auswirkungen auf
die Arbeit zulässig oder wenn "Restalkohol" zur Arbeit mitgebracht wird.
Trunksucht wird als Krankheit behandelt. Daher sind zwei Fälle zu
unterscheiden:

Hat der Arbeitnehmer die Abhängigkeit schuldhaft herbeigeführt, so
bestehen die gleichen Kündigungsmöglichkeiten wie oben. Das Verschulden
muss der Arbeitgeber jedoch beweisen können.

Kann ein Verschulden nicht bewiesen werden, ist nur eine
personenbedingte Kündigung möglich wie bei einer Krankheit. Bei der
Prognose kommt es entscheidend darauf an, ob der Arbeitnehmer
therapiewillig ist.

In der Ausgabe für AnwaltOnline Direkt Abonnenten finden Sie diesen
Monat zusätzlich:

  >> Fahrzeiten - Arbeitszeit?

Die Frage, ob Fahrtzeiten des Arbeitnehmers vergütungspflichtige
Arbeitszeit darstellen, ist gesetzlich nicht geregelt. Die
Rechtsprechung hierzu ist ebenfalls uneinheitlich.
Sicher ist, dass Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstelle
keine Arbeitszeit darstellen. Die ab der regelmäßigen Arbeitsstelle
durchzuführenden [... weiterlesen ...]

  >> Kann ein Arbeitsvertrag widerrufen werden?

Ein Vertrag - und dies gilt auch für Arbeitsverträge - kann
grundsätzlich nicht mehr einseitig widerrufen werden, wenn er erst
einmal rechtswirksam zu Stande gekommen ist. Da Arbeitsverträge
üblicherweise schriftlich abgeschlossen werden, ist dies jedenfalls dann
der Fall, [... weiterlesen ...]

 Online finden Sie viele weitere Beiträge.

Den Jahreszugang Arbeitsrecht erhalten Sie für EURO 19,99,
einen Monatszugang erhalten Sie bereits für EURO 5,00:
AnwaltOnline-Direkt

************************************************************************

*3* Mehr von AnwaltOnline

  >> Rechtsberatung

Bei AnwaltOnline können Sie sich direkt von unseren Autoren (zugel.
Rechtsanwälte) beraten zu lassen.

  >> Arbeitszeugnis-Check

Die Partneranwälte von AnwaltOnline prüfen und 'übersetzen' Ihr
Arbeitszeugnis für Sie - zum günstigen Pauschalpreis i.H.v. EUR 59,95
incl. MwSt.
Spezielle Fragen können Sie uns gesondert mitteilen - die Antworten
hierauf sind im Preis enthalten.

  >> Arbeitsvertrag-Check

Unsere Partneranwälte prüfen Ihren Arbeitsvertrag für Sie - zum
günstigen Pauschalpreis i.H.v. EUR 84,95 incl. MWSt.
Ihr Anwalt prüft jeden einzelnen Paragrafen und sendet Ihnen eine
ausführliche und individuelle Stellungnahme sowie konkrete Empfehlungen
zu allen problematischen Abschnitten zu. Spezielle Fragen hinsichtlich
des Arbeitsvertrages können Sie uns gesondert mitteilen - die Antworten
hierauf sind im Preis enthalten.

  >> Kostenlose Newsletter von AnwaltOnline

Abonnieren Sie doch einfach einen unserer kostenlosen Newsletter
zum Thema Ihres Interesses:
Wir bieten monatliche Newsletter zu den Bereichen

Arbeitsrecht - Mietrecht - Familienrecht -  Reiserecht
Betreuungsrecht - Verkehrsrecht

Abonnieren Sie die Bereiche, die für Sie von Interesse  sind - der
Bezug ist selbstverständlich kostenfrei.

************************************************************************

*4* Kontakt / Abonnieren / Kündigen / Adressänderung

  >> Kontakt

  >> Kündigen / Abonnieren / Emailänderung

Um das Abonnement zu kündigen, zu abonnieren oder Ihre Email-Adresse zu
ändern, besuchen Sie http://www.anwon.net/newsletter.asp

  >> Werbung auf AnwaltOnline

Erreichen Sie über 22.000 Abonnenten bzw. 200.000 Besucher im Monat!

  >> Urteilsübersicht zum selberkonfigurieren

  >> AnwaltOnline RSS-Feed

  >> Twitter

************************************************************************

*5* (P) (C) 2009
AnwaltOnline GbR
Inh. A. Theurer & M. Winter
Immanuelkirchstraße 5
10405 Berlin
Fax: 01805 7794 94906
0,14 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz; ggf. abw. Mobilfunktarif

Dieser Newsletter darf nur vollständig und mit vorheriger Genehmigung
von AnwaltOnline veröffentlicht werden. Die private, nicht-kommerzielle
Weiterleitung ist ausdrücklich gestattet. Verwendete Markennamen sind
Eigentum des jeweiligen Markeninhabers. Haftung für Richtigkeit,
Vollständigkeit und Aktualität wird nicht übernommen. Urteile gelten nur
für den vorliegenden Einzelfall. Sie sollten nicht ohne rechtliche
Beratung auf den eigenen Fall übertragen werden.

************************************************************************
Diese Publikation ist ein Service von http://www.AnwaltOnline.com

Wir lösen Ihr Rechtsproblem!
Fragen kostet nichts: Sie erhalten ein unverbindliches Angebot für eine anwaltliche Beratung.


AnwaltOnline wird empfohlen von Bild.de und vielen anderen Unternehmen, Organisationen und Institutionen

RSS-Feed zum Betreuungsrecht  | Nach Oben