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Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
unverändert
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Konjunkturelle Besserung des
Arbeitsmarktes weiterhin nicht spürbar
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Ausbildungsstellenmarkt nach
wie vor erheblich angespannter als vor Jahresfrist
Die Arbeitslosigkeit in Deutschland
hat sich im August weiter relativ günstig entwickelt. Saisonbereinigt
änderte sich die Zahl der Arbeitslosen nicht, nachdem sie im Durchschnitt
der drei Monate zuvor gesunken, aber im ersten Quartal stark gestiegen
war. Die Erwerbstätigkeit hat saisonbereinigt weiter merklich abgenommen,
wenn auch nicht mehr so stark wie im ersten Quartal.
Gleichwohl belegt dies die
anhaltende gesamtwirtschaftliche Schwäche. „Die in letzter Zeit vergleichsweise
günstige Tendenz der saisonbereinigten Arbeitslosenzahl beruht weiterhin
vor allem auf verstärkten Bemühungen zur Aktivierung von Arbeitslosen
in Verbindung mit den Reformgesetzen am Arbeitsmarkt“, erläuterte
Florian Gerster, Vorstandsvorsitzender der Bundesanstalt für Arbeit
(BA). Nicht saisonbereinigt habe sich die Arbeitslosigkeit aber auch wegen
der einsetzenden Herbstbelebung verringert.
Arbeitslosenzahl im August
2003: -37.800 auf 4.314.200
Arbeitslosenquote im August
2003: unverändert 10,4 Prozent
„Die Zahl der Arbeitslosen
in Deutschland ist im August um 37.800 auf 4.314.200 gesunken, in Ostdeutschland
um 26.100 auf 1.591.400, in Westdeutschland um 11.700 auf 2.722.800“, erklärte
Finanzvorstand Frank-J. Weise. Der geringe Rückgang im Westen beruhe
auch darauf, dass in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien erst in der Zählperiode
August begonnen hätten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es eine
Zunahme um 296.000 (Westen: +245.900; Osten: +50.100). Die Arbeitslosenquote
betrug unverändert 10,4 Prozent (Westen: 8,3 Prozent; Osten: 18,2
Prozent).
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit
gegenüber Vorjahr entfällt allein auf Leistungsempfänger,
und zwar vor allem auf Bezieher von Arbeitslosenhilfe (Juni 2003/2002:
+325.800 auf 1,84 Millionen, Arbeitslosengeldempfänger: +62.300 auf
1,64 Millionen). Offensichtlich hat die anhaltende konjunkturelle Schwäche
insbesondere zur Arbeitslosigkeit zuvor beschäftigter Personen geführt,
die arbeitslosengeldberechtigt sind. Diese Ansprüche sind bei andauernder
Arbeitslosigkeit oft in solche auf Arbeitslosenhilfe übergegangen.
Die Zahl der Nichtleistungsempfänger ist dagegen gesunken (-84.100
auf 0,77 Millionen). Anscheinend machen sich die verstärkten Maßnahmen
zur Aktualisierung der Bewerberbestände vor allem bei den Personen
bemerkbar, für die der Verlust des Arbeitslosenstatus mit relativ
geringen Nachteilen verbunden ist. Aber auch die Leistungsempfänger
sind stärker gefordert, dies belegt die Entwicklung bei den Sperrzeiten.
Die Zahl der Sperrzeiten die wegen Ablehnung einer zumutbaren Arbeit eingetreten
sind, hat sich erhöht (erstes Halbjahr 2003/2002: +34.900 auf 58.700).
Von jahreszeitlichen Einflüssen
bereinigt hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber Juli bundesweit
nicht verändert (Westen: +5.000; Osten: -5.000). Im Durchschnitt der
drei Monate zuvor hatte sie sich um 14.000 verringert, im ersten Jahresdrittel
aber um 57.000 erhöht. Die saisonbereinigte Quote für Deutschland
belief sich nach wie vor auf 10,6 Prozent. Die EU-standardisierte saisonbereinigte
Erwerbslosenquote errechnet sich wie bisher auf 9,4 Prozent.
Nach vorläufigen Angaben
des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im Juni
2003 - dies sind die jüngsten Zahlen - bundesweit um 8.000 auf 38,10
Millionen gestiegen; im Vergleich zum Vorjahr waren dies 622.000 weniger.
Saisonbereinigt nahm die Beschäftigung gegenüber dem Vormonat
um 16.000 ab, nach durchschnittlich -37.000 in den beiden Monaten zuvor,
aber -66.000 im Durchschnitt des ersten Quartals. Die Abschwächung
der Abnahme im zweiten Quartal basiert unter anderem auf der massiven Zunahme
geförderter selbständiger Existenzen (insbesondere Ich-AG monatsdurchschnittlich:
+8.600). Darüber hinaus spielte im Juni der späte Beginn der
großen Ferien und damit die Sommerpause eine Rolle.
Der Ausbildungsstellenmarkt
ist weiterhin erheblich angespannter als vor Jahresfrist. Von Oktober 2002
bis August 2003 sind den Arbeitsämtern 510.700 Ausbildungsplätze
gemeldet worden, 46.700 weniger als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig
haben 697.500 Bewerber die Berufsberatung wegen einer Ausbildungsstelle
eingeschaltet, dies sind 6.100 mehr. Ende August waren 54.600 Ausbildungsstellen
unbesetzt, nur noch 4.800 weniger als ein Jahr zuvor. Als noch nicht vermittelt
zählten 167.600 Bewerber, dies sind mittlerweile 30.400 mehr. Somit
ist die rechnerische Differenz zwischen unbesetzten Lehrstellen und unversorgten
Bewerbern mit -113.100 weiterhin wesentlich größer als vor einem
Jahr (-77.800). Die BA rechnet damit, dass bis Ende des Berufsberatungsjahres
- bei etwas mehr Bewerbern - ca. 50.000 weniger Lehrstellen gemeldet sein
werden als im Vorjahr. Die Zahl der Ende September unvermittelten Bewerber
hängt wesentlich davon ab, wie viele Jugendliche sich bis dahin für
Alternativen zur dualen Ausbildung entschieden haben, also besonders für
schulische Ausbildungen, berufsvorbereitende Maßnahmen oder Zwischenbeschäftigungen.